Bourgeois Guitars: Kunstwerke aus Maine
Geboren aus echter Leidenschaft für phänomenale Gitarren erzählt die Lebensgeschichte von Bourgeois Guitars eine wahre Self-Made-Story. Illustriert mit Instrumenten, an denen man sich unmöglich sattsehen kann.
Die ganze Geschichte von Bourgeois Guitars
Dana Bourgeois und ein erfahrenes Team von etwa 20 Handwerkern fertigen in einem eigens dafür eingerichteten Handwerksbetrieb jedes Jahr rund 400 Gitarren. Jede einzelne ein Kunstwerk für sich. In einer historischen Mühle aus den 1850er Jahren entstehen dabei außergewöhnliche Instrumente gefragter Bauformen in verschiedensten Tonholzkombinationen für Connaisseure aller Welt, die das Gefühl genießen möchten, ein exquisites Instrument zu besitzen, das eines Tages ein Familienerbstück sein wird.
Einmal zeigte Dana Rice eine OM mit kleinerem Korpus, die er gebaut hatte. Zu seiner Überraschung zeigte der Meister-Flatpicker mehr Begeisterung für die OM als für seine Dreadnoughts. Er empfand den Klang im Ganzen besser und regte an, sich an einer größere Version davon zu versuchen.
Dana wurde klar, dass die zeitgenössischen Flatpicker und Jazzspieler jede Note auf ihrem Griffbrett benutzten. Ausgewogenheit und Klarheit von Saite zu Saite und von Note zu Note waren für die lineare melodische Improvisation ebenso wichtig wie für das polyphone Fingerstyle-Spiel. Mit dieser Erkenntnis führte seine Verfolgung von Rice’ visionärer Herausforderung zu vielen Wendepunkten in der reichen Geschichte von Bourgeois Guitars.
Zunächst bemühte sich Dana, den OM-Stil für moderne Gitarristen wieder zugänglich zu machen. Er tat sich mit dem Fingerstyle-Künstler und OM-Befürworter Eric Schoenberg zusammen, um moderne Versionen der geschätzten Martin OM-18s und OM-28s zu bauen, die nur zwischen 1929 und 1933 gebaut wurden.
Heute ist das wiedergeborene Orchestral Model eine feste Größe bei fast allen großen und kleinen Herstellern von Stahlsaiten-Akustikgitarren. Außerdem inspirierte die einzigartige Schoenberg Soloist OM-Gitarre mit ihrem bahnbrechenden minimalen Cutaway-Design schon bald unzählige ähnlich aussehende Cutaways.
Dana wandte seinen kreativen Instinkt bald darauf an, sich vorzustellen, wie er die ikonische Dreadnought modifizieren könnte, um einen Vintage-Sound zu erreichen. Dabei konzentrierte er sich auf die Optimierung der tonalen Balance, des Headrooms und der Reaktionsschnelligkeit. Durch endloses Untersuchen von Vintage-Stücken und Experimentieren fand Dana Möglichkeiten im Gitarrendesign, um das Beste aus beiden Korpusformen herauszuholen.
Einige der Bourgeois Guitars Innovationen
- Ein einzigartiges X-Bracing-System, das bei einer großen Gitarre zu einer verbesserten Balance zwischen Bass und Diskant führt. Hierbei sind nur die Verstrebungen auf der Bassseite gewölbt, während die Diskantverstrebungen verjüngt geformt sind.
- Die Wiedereinführung der Adirondack-Fichte (Rotfichte) als Tonholz, die aus alten, noch vorhandenen Beständen im Norden von Maine stammt.
- Eine inzwischen berühmte Methode, bei der jede Decke durch Tap-Tuning ihren optimalen Klang bei angemessener Flexibilität findet. Danas Intonationsmethode kann unabhängig von der Korpusgröße und der Art des Tonholzes erfolgreich eingesetzt werden.
- Ein einzigartiges, verschraubtes Halsdesign, das es ermöglicht, den Hals ohne Bohren, Schneiden oder Dämpfen zu entfernen, gepaart mit einem modernen, voll einstellbaren Halsstab, der die Klangreaktion von Vintage-Gitarren mit einer T-Bar-Halsverstärkung aus Stahl nachahmt.
- Weiterentwicklung einer wenig bekannten finnischen Methode der Wärmebehandlung von Rohholz, der so genannten Torrefacation. Diese Nachbehandlung von Tonhölzern für Decken, Böden, Hälse und Verstrebungen führt zu einem Effekt auf das Holz, wie er sonst nur durch natürliches Altern zustande kommt.
Durch die Kombination von thermisch gehärtetem Holz, einer harten, extrem dünnen Lackierung, die den kristallinen Ton von natürlich gealtertem Nitrocelluloselack aufweist, und seinen anderen Innovationen entstehen Gitarren mit Vintage-Aussehen, -Gefühl und -Klang, die alles andere als nur eine weitere Nachbildung sind.
Jede Bourgeois-Gitarre wird mit der gleichen unermüdlichen Liebe zum Detail gebaut, wobei die besten Tonhölzer verwendet werden und man sich auf die Handmontage verlässt. Auch CNC-Maschinen kommen zum Einsatz, allerdings nur, wenn die Präzision dieser computergesteuerten Fräs- und Schneidewerkzeuge das übersteigt, was mit der menschlichen Hand und dem Auge möglich ist. Bis heute überwacht Dana akribisch das Decken- und Bodenfräsen jeder Gitarre und stimmt der Auswahl aller Tonhölzer zu – Fähigkeiten, die in der Welt der Akustikgitarren-Luthierie legendär geworden sind.
Viele große Akustikgitarristen haben ihr Werk mit Bourgeois Guitars aufgenommen und Auftritte Absolviert. Die in Lewiston, Maine, gebauten Gitarren halfen über mehr als vier Jahrzehnte hinweg den Sound von frühen Meistern wie Doc Watson und Ricky Skaggs bis hin zu heutigen Größen wie Bryan Sutton, Sierra Hull, Andy Falco, Courtney Hartman, Sean Watson und Ketch Secor zu prägen.
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